"Wir können mehr"

HANDBALL-A-LIGA -  Trainer Schnöller sieht die TG Biblis für die neue Saison gut aufgestellt 

 

Durchatmen, Kraft tanken und dann durchstarten – die A-Liga-Handballer der TG Biblis befinden sich in dieser Woche in einer kurzen Pause, ehe Trainer Sascha Schnöller seine Spieler wieder zur zweiten Phase der Vorbereitung bittet. „Wir stehen schon ganz gut im Saft, haben viel an der Athletik und der Grundlagenausdauer gearbeitet“, lobt der Coach sein Team.

 

Dabei machten dem am Freitag 39 Jahre alt werdenden Trainer durchaus auch die Corona-Beschränkungen zu Schaffen. „Es hat alles gut funktioniert. Aber man musste schon genau überlegen, was man im Training machen kann“, erklärt er und erläutert: „Darf man beispielsweise beim Zirkeltraining mit einem Medizinball arbeiten oder wie stellt man die Trainingsgruppen zusammen?“ Gerade in den ersten Wochen hatte er mit den Details seines Vorbereitungsplans zu kämpfen. „Wir haben uns aber schnell an die Vorgaben gewöhnt und es lief gut“, betont Schnöller. 

 

Fünf Wochen trainieren die Bibliser schon, nutzten in den letzten Tagen auch noch die Lockerungen, um bereits ins Eins-gegen-Eins-Training zu gehen. „Weiter würde man zum jetzigen Stand der Vorbereitung ohnehin nicht sein“, so Schnöller, der in der letzten Saison erst gemeinsam mit Uwe Groß ein Trainergespann bei den Gurkenstädtern bildete und nach dessen beruflich bedingtem Abgang die alleinige Verantwortung übernahm. 

 

Nächste Woche ist die Pfaffenau-Halle noch geschlossen, was dem Übungsleiter aber auch kein Kopfzerbrechen bereitet: „Wir werden eine Radtour machen, Laufen gehen und danach wieder richtig durchstarten.“ Testspiele hat Schnöller auch schon geplant, ab dem 2. August stehen Partien im Plan. „Ob man diese dann auch tatsächlich durchführen kann, muss man abwarten. Aber eigentlich sieht es ganz gut aus“, verweist der Trainer auf das benachbarte Baden, wo bereits seit dem 1. Juli ein Spielbetrieb gestattet ist. 

 

Gespannt ist der TGB-Coach auch, ob die Saison tatsächlich am Wochenende 12./13. September regulär starten kann: „Das kann ich derzeit gar nicht einschätzen. Persönlich hätte ich eher mit dem Wochenende nach den Herbstferien gerechnet. Aber eine finale Entscheidung ist ja auch noch nicht gefallen“, wartet Schnöller mit Interesse auf die Resultate einer Sitzung des erweiterten Präsidiums des Hessischen Handball-Verbands (HHV), die am Freitag stattfinden wird.

 

Dort soll eine Weichenstellung erfolgen. „Der Badische Handball-Verband hat bereits gesagt, dass die Saison ganz normal im September starten wird, der Pfälzische Handball-Verband will im Oktober beginnen – mal schauen, was der HHV entscheidet“, so der Bibliser. 

 

HVV-Präsidium tagt am Freitag

 

Weitere Unwägbarkeiten sieht er als „nicht auszuräumen“ an: „Es wird spannend sein zu sehen, was passiert, wenn ein Spieler einer Mannschaft sich mit dem Corona-Virus infiziert und Mitspieler in Quarantäne müssen. Ich befürchte, die Runde wird auch mit einem Start im September alles andere als normal verlaufen.“ 

 

Aber auch wenn das Thema Corona ein steter Begleiter ist, Sascha Schnöller will sein Team bestmöglich auf die neue Saison vorbereiten. „Ich denke, wir haben Potenzial, besser abzuschneiden als letzte Runde“, will er unbedingt besser als Rang sieben abschneiden. „Das war durchschnittlich. Wir können mehr“, betont er. 

 

Dabei sind auch die Abgänge von Lars Dotzauer (HSG Bensheim/Auerbach) und Alexander Glanzner (HC VfL Heppenheim), die beide eine Klasse höher in die Bezirksoberliga wechselten, in Schnöllers Augen bereits gut aufgefangen worden. „Während der letzten Runde kam schon David Winkler zurück, zuletzt auch wieder Marius Kettler. „Mit den beiden Rückkehrern haben wir die Abgänge aufgefangen“, ist der Trainer überzeugt.

 

Zumal auch Peter Schmitzer und Daniel Nathmann wieder komplett mit dabei sein werden. „Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, dann können wir einen Platz zwischen vier und sechs erreichen. Aber um Vierter zu werden, müsste wohl schon alles passen“, blickt Schnöller mit Spannung auf eine Saison voraus, die wohl nicht nur sportlich für Überraschungen sorgen wird.

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