Biblis will sich im Mittelfeld etablieren

HANDBALL - TG-Trainer Schnöller sieht Mannschaft gut aufgestellt 

 

„Es war schon eine komische Saison“, sagt Sascha Schnöller. Nicht nur der Saisonabbruch Mitte März wegen der Corona-Krise lässt den Handball-Trainer der TG Biblis zu diesem Saisonfazit kommen. Mehrere Faktoren kamen beim A-Ligisten in dieser doch so außergewöhnlichen Runde zusammen.

 

Nach einem holprigen Start mit 1:5 Punkten folgte eine Serie von sechs ungeschlagenen Spielen, die dann wiederum völlig überraschend mit einer Klatsche gegen Büttelborn endete. „Danach kamen wir nicht mehr richtig in die Spur“, betont Schnöller, der erst vor Saisonbeginn eingestiegen war und mit dem bisherigen Trainer Uwe Groß ein gut funktionierendes Gespann an der Seitenlinie bildete. 

 

Großes Verletzungspech machte den Biblisern zu schaffen, was sich in der Punktebilanz niederschlug. Lars Dotzauer brach sich den Finger, Rückraumass Felix Schmitzer, Top-Torschütze der Liga, konnte wegen einer langwierigen Knieentzündung kaum trainieren.

 

Glücklicherweise kamen während der Runde die erfahrenen Kräfte Daniel Nathmann und Michael Gansmann zurück, dazu gesellte sich Ende Januar noch David Winkler. Ende Februar stieß auch noch Marius Kettler ins Team, so dass die TGB während der Saison quasi vier Neuzugänge zu integrieren hatte, die sich erstmal einmal wieder einspielen mussten. Bei einem Trainingsangebot von nur zwei Übungseinheiten in der Woche keine einfache Angelegenheit. 

 

Schwerpunkt auf Abwehrarbeit

 

Dann kam auch noch der überraschende und vorzeitige Rücktritt von Haupttrainer Uwe Groß, dem es geschäftlich nicht mehr möglich war, weiterzumachen – für Schnöller persönlich sehr schmerzlich. „Er ist ein super Mensch und guter Freund, mit dem ich bei jedem Training großen Spaß hatte“, verdeutlicht er. 

 

Der nunmehr allein verantwortliche Coach verlängerte die Trainingszeit erst einmal auf zwei Stunden und legte den Schwerpunkt stärker auf die Deckungsarbeit. Nachdem sich sein Team langsam eingespielt hatte und sich auch wieder Erfolgserlebnisse einstellten, wurde die Saison dann verständlicherweise abgebrochen. Wann, wie und ob es mit dem Training und der neuen Saison weiter geht, weiß im Moment keiner. 

 

Trainer buhlt um Nathmann

 

Verlassen werden den Verein Lars Dotzauer und Alexander Glanzner, die eine Klasse höher in der Bezirksoberliga eine neue Herausforderung suchen. Dotzauer zieht es zum letztjährigen Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach, Glanzner nach Heppenheim. 

 

Nach Neuzugängen hält Schnöller derzeit nicht Ausschau, da die Mannschaft ja erst im Saisonverlauf mit vier Neuzugängen verstärkt wurde. Der restliche Kader bleibt zusammen, auch Peter Schmitzer wird wieder voll einsteigen. Rückkehrer Daniel Nathmann überlegt noch, ob er ein Jahr dranhängt, was Schnöller hofft. „Er ist ein Typ, der ein Spiel alleine entscheiden kann“, buhlt der Coach um den Routinier. 

 

Die verstärkte Abwehrarbeit verbunden mit der körperlichen Präsenz vieler TGB-Akteure soll auch in der neuen Runde in den Mittelpunkt der Trainingsarbeit rücken. „Wenn die Abwehr steht, springt am Ende sicherlich wieder ein guter Mittelfeldplatz heraus“, so die Philosophie des Trainers. 

 

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