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Große Aufregung um späten Ausgleich

HANDBALL-A-LIGA - Im Derby bringt Aussenseiter Biblis den TV Gross-Rohrheim an den Rand einer Niederlage – und kassiert in letzter Sekunde ein umstrittenes Tor zum 33:33 

 

Das A-Liga-Derby zwischen dem TV Groß-Rohrheim und der TG Biblis war wie erwartet nichts für schwache Nerven. Der Außenseiter aus Biblis ärgerte sich am Ende sogar, nicht beide Punkte aus der Bürgerhalle mitgenommen zu haben. Beim 33:33 (13:16)-Remis konnte sich der gastgebende Tabellenführer glücklich schätzen, in letzter Sekunde noch einen Zähler gerettet zu haben.

 

Und das finale Tor von TVG-Kreisläufer Till Haas war eines der Kategorie „unmöglich“: Erst parierte der starke Bibliser Keeper Hans Helfrich den vermeintlich letzten Wurf von Linksaußen, konnte den Ball aber nur zur Mitte abwehren. Dort rollte er langsam Richtung Till Haas, der sich ganz lang machte und – eigentlich schon regelwidrig – im Kreis liegend das Spielgerät irgendwie durch die Beine des Torwart-Routiniers bugsierte. In Zeitlupe rollte der Ball über die Linie, das Remis war besiegelt. 

 

Nach der Schlusssirene waren die Trainer beider Teams hin und hergerissen, wie sie dieses Spiel einordnen sollten. TVG-Coach Sascha Holdefehr sprach dann von einem „glücklichen Punkt. Wir hätten uns auch nicht beschweren dürfen, wenn wir das heute verloren hätten. Ich würde sagen, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ Er gab aber auch zu: „Wir haben nicht gut gespielt und Biblis hat aus seinen Möglichkeiten wirklich das Beste herausgeholt. Vielleicht war doch irgendwo im Hinterkopf, dass wir das schon irgendwie gewinnen würden.“ 

 

Sein Gegenüber, TGB-Trainer Uwe Groß, machte erst einmal seiner Mannschaft ein großes Kompliment: „Das war eine richtig gute Leistung. Schade, dass wir nicht mit dem zweiten Punkt belohnt wurden. Vor dem Spiel hätten wir diesen einen Zähler sofort angenommen und wären zufrieden gewesen. Nach dem Verlauf wäre aber mehr drin gewesen.“

 

 
Trainer einig in der Bewertung

 

Nicht einverstanden war Groß mit der letzten Aktion: „Das Tor hätte nie im Leben zählen dürfen, Till Haas hat schon im Kreis gelegen.“ Dabei gab ihm Holdefehr sogar schweren Herzens recht: „Diese Aufregung verstehe ich sehr gut. Ich hätte das wohl auch nicht gegeben.“ Einig waren sich beide Seiten auch darüber, dass die Unparteiischen nicht ihren allerbesten Tag erwischt hatten und sehr viel Härte auf beiden Seiten zuließen. „Eine rigorosere Linie wäre angebracht gewesen“, so Holdefehr, „auch wenn es dann vielleicht mehr Zeitstrafen und auch eine Rote Karte gegen uns gegeben hätte.“ 

 

Groß hätte vor allem den zehnfachen Groß-Rohrheimer Torschützen Andreas Ochs gerne schon vorzeitig mit einem Platzverweis belegt gesehen: „Er hat schon kräftig ausgeteilt“, so Groß. Holdefehr nahm seinen Spielmacher aber auch in Schutz: „Andreas musste von Beginn an kräftig einstecken, bekam eine blutige Nase und eine aufgeplatzte Lippe, bekam immer wieder die Hände Mitten ins Gesicht.“ 

 

Schon die Anfangsphase des umkämpften, packenden Derbys in der stimmungsvollen Bürgerhalle gehörte den Biblisern: Nach zwei Fehlwürfen der Gastgeber legte der Tabellenneunte beim Primus ein 3:1 vor (6.) und führte fortan meist mit eins, zwei Treffern. Als Ochs in der 24. Minute eine Zeitstrafe kassierte, erhöhte die TGB sogar auf 15:11. Aber auch wenn es spielerisch nicht rund lief bei Groß-Rohrheim, so kämpfte die Holdefehr-Sieben doch verbissen und war schnell wieder bis auf zwei Tore dran. „Da müssen wir uns wirklich keinen Vorwurf machen. Der Einsatz hat gestimmt. Wir konnten nur spielerisch und in der Abwehr den Hebel nicht umlegen“, so Holdefehr. 

 

Nach der Pause baute Biblis seinen Vorsprung sogar auf fünf Tore aus (22:17, 39. und 23:18, 41.). Groß-Rohrheim stemmte sich gegen die drohende Niederlage, aber so richtig startete die Aufholjagd erst, als der TVG-Coach eine offene Manndeckung anordnete. Zwölf Minuten lang hetzten die Gastgeber die Bibliser durch die Bürgerhalle. „Wir waren dann schon etwas K.o.“, gab Groß zu. Von 23:27 (48.) verkürzte Groß-Rohrheim auf 26:29 (51.) und schaffte beim 30:30 (56.) erstmals wieder den Ausgleich. Noch dreimal legten die Gurkenstädter durch Michael Gansmann, Julian Helfrich und Partrick Schneider vor, ehe Till Haas’ umstrittenes Tor das Remis für den Spitzenreiter rettete. 

 

TVG-Tore: Ochs (10/3), Sebastian Haas (8/2), Till Haas (5), Baumann (3), Winter, Ehlert, Olf (je 2), Kautzmann (1).

TGB-Tore: Peter Schmitzer (12/5), Gansmann (8), Felix Schmitzer (5), Daniel (4), Schneider (2), Brenner, Helfrich (je 1).

 

 

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