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Unangenehme „Mogelpackung“

FSG-Damen unterliegen in Dornheim

 

Gabi Müller staunte nicht schlecht am Sonntagnachmittag. Die ehemalige Trainerin hatte kurzfristig das Coaching der Bezirksoberliga-Handballerinnen der FSG Biblis/Gernsheim im Auswärtsspiel bei der HSG Dornheim/Groß-Gerau übernommen, da der eigentliche Trainer Sascha Köhl privat verhindert war. Und sie musste eine bittere 20:34 (10:20)-Niederlage quittieren. Die Verwunderung Müllers kam aber nicht vom Resultat an sich, sondern daher, weil für die abstiegsbedrohten Gastgeberinnen einige Spielerinnen aufliefen, die in der Vergangenheit in der Oberliga oder noch höher am Ball waren.

Unter anderem stand da Silke Jung auf dem Parkett, ehemalige Regionalliga-Spielerin bei der HSG Mörfelden/Walldorf. "Das hatte mit der Mannschaft, die bislang für Dornheim aufgelaufen ist, wenig zu tun", musste Gabi Müller erkennen. Und Sascha Köhl war ebenfalls alles andere als begeistert, als er von der Auffrischung durch erfahrene Spielerinnen hörte: "Natürlich will Dornheims Trainerin Yvonne Thon damit den Abstieg verhindern. Aber ob das alles so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt."

 

Frühere Top-Spielerinnen dabei

 

Die früheren Top-Spielerinnen haben am vergangenen Dienstag erstmals mit der Dornheimer Mannschaft trainiert und im Heimspiel gegen Biblis/Gernsheim gleich gezeigt, dass sie für die Bezirksoberliga immer noch herausragend sind. "Nach dem, was wir so gehört haben, werden sie wohl bis Weihnachten aushelfen. Wenn das tatsächlich so sein sollte, verzerrt das natürlich das Tabellenbild. Dann holt Dornheim bis dahin seine Punkte, gewinnt alles, um dann im neuen Jahr wieder eine Niederlage nach der nächsten zu kassieren", meint Köhl. "Aber wenn ein Verein diese Möglichkeit hat, dann kann man leider nichts machen."

 

Die Bibliserinnen mühten sich gegen die aufgerüsteten Gastgeberinnen redlich, gerieten aber schon in der ersten Hälfte aussichtslos ins Hintertreffen. Aus einer stabilen Deckung heraus machte Dornheim Druck, legte eine Zehn-Tore-Führung vor. "Damit war das Spiel entschieden", musste Gabi Müller erkennen. Nach dem Seitenwechsel steckte Biblis/Gernsheim zwar nicht auf, hatte aber auch nicht die Mittel, den deutlichen Rückstand gegen die erfahrenen Gastgeberinnen zu verkürzen.

 

Durch diese nicht eingeplante Niederlage steht Biblis weiter bei sechs Pluspunkten und rutschte auf den viertletzten Rang ab. Dornheim ist neuer Drittletzter mit vier Zählern, das Schlusslicht Gersprenztal ist aber mit gerade einmal zwei Pluspunkten zumindest noch etwas auf Distanz.

 

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